Clever Surfen mit Privatsphäre

Online Tracking

Wie kann ich mich vor Online-Tracking schützen?

Erfahren Sie hier, wie Online-Tracking funktioniert und warum Sie ein Problem damit haben sollten.

Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten. Während wir fröhlich Informationen sammeln, Bilder und Videos ansehen oder gemütlich vom Sofa aus Shoppen, merken wir nicht, was im Hintergrund auf unserem Computer / Endgerät alles passiert. Überall poppen lästige Cookie Banner auf und wir klicken einfach schnell auf O.K., um ungestört weiter zielgerichtet oder auch wahllos surfen zu können. Von Cookies haben wir alle inzwischen schon einmal gehört, aber den Wenigsten ist so richtig bewusst, was eigentlich dahinter steckt: nämlich Online Tracking. Vielleicht denken Sie sich auch, „Na und? Dann werde ich halt getrackt. Ich habe nichts zu verbergen.“

Wie würden Sie es denn finden, wenn Ihre Nachbarn oder Ihr Supermarkt-Kassierer wüsste, welche gesundheitlichen Probleme Sie haben, wie Ihre Familienmitglieder heißen, Ihren Bildungshintergrund, Ihren Kontostand, Beziehungsstatus, BH-Größe und sexuellen Wünsche kennen würde und das alles, obwohl Sie ihm/ihr nie davon erzählt haben? Würden Sie nicht sofort eine einstweilige Verfügung gegen Ihren Stalker beantragen? Was, wenn der Wurstverkäufer Sie auf einmal besser kennt, als Sie sich selbst? Haben Sie immer noch nichts zu verbergen? Sind Sie immer noch so entspannt, was Ihre persönlichen Daten und Online Tracking angeht?

Diese und viele weitere Informationen ermöglichen ein umfangreiches Profiling von Einzelpersonen mithilfe von Ad-Tracking über harmlose Werbeanzeigen. Die Entwicklung wird immer krasser, geht immer mehr ins Detail. Das sogenannte Profiling ist jedoch nur über Cookies möglich.

Die Europäische Union hat zum Schutz der Privatsphäre der EU-Bürger 2018 die Datenschutzgrundverordnung ins Leben gerufen. Die DSGVO beschäftigt sich unter anderem mit dem Schutz personenbezogener Daten im Internet, welche durch Cookies und andere Online Tracking Methoden erhoben, verarbeitet, weitergegeben/verkauft und gespeichert werden.

Doch damit nicht genug. Es ist leider nicht möglich, genau einzusehen, welche Daten erhoben werden und ob oder besser wann diese Daten für Preisdiskriminierung, berufliche Diskriminierung oder Verweigerung von Dienstleistungen und Wahlbeeinflussung missbraucht werden. Immer noch entspannt?

In dem Tacking-Tagebuch „Lass tracken“ von Mozillas Blog „Unfck the Internet“ haben verschiedene Personen einen Tag lang dokumentiert, wie viele Online-Tracker ihnen folgten bzw. folgen. Mithilfe des Firefox Privatsphäre Tools kann jeder ganz einfach sehen, wie viele Tracker gerade in die eigene Privatsphäre eindringen.

Die erste Person ist Autor, Schauspieler und Blogger Schlecky Silberstein, der am Ende des Tages auf 618 Tracker kommt. Wie er selbst einräumt, stammen 68 davon peinlicherweise von dem Datenschutz-Befürworter Silberstein selbst.

Das Problem wird hier schnell deutlich: Selbst WebsitebetreiberInnen wissen in der Regel nicht, welche Tracking-Cookies sich auf ihrer Seite verstecken. Mal eben ein externes Video eingebunden, einen Instagram-Button, Google Maps Ansicht oder irgendein Plug-In und schon trackt die Seite, was das Zeug hält – ohne, dass wir es wissen oder beabsichtigen. Und obwohl laut DSGVO mittels Cookie Banner für sämtliche Cookies die Einwilligung der Nutzer eingeholt werden muss, ist dies in der Realität noch zu selten der Fall. Erstens, weil WebsitebetreiberInnen nichts von den Cookies wissen. Oder Zweitens, weil das Cookie Banner mangels Konfigurationsmöglichkeiten die Cookies trotz Ablehnung auf dem Endgerät der NutzerInnen setzt. Ein guter Grund, sich das Mozilla Privatsphäre Tool mal genauer anzusehen.

Autorin, Olga Rabo, kommt in ihrem Tracking-Tagebuch am Ende des Tages auf 712 Tracker, obwohl sie nur ein bisschen gegoogelt hat, ein bisschen in sozialen Netzwerken unterwegs war und einen Video-Call hatte. Schockiert bezeichnet sie das Surfen im Netz wie ungeschützten Sex. Man wisse nie, welche „Tracking-Krankheit“, man sich einfangen könne.

Auch Bloggerin Priska Pi zählt nach Feierabend über 500 Cookies durch Online-Tracking und hat keine Ahnung, woher diese alle kommen sollen und wieso sie sich so schnell vermehren.

Online Tracking DSGVO

Quelle: Firefox

Sie sind WebsitebetreiberIn und wollen sicher gehen, dass Sie die Privatsphäre Ihrer Nutzer angemessen schützen? Dann lassen Sie jetzt Ihre Website mit einem Cookie Checker auf Cookies prüfen und passen Ihre Datenschutzerklärung sowie Ihr Cookie Banner den Vorschriften der DSGVO an. So gehen Sie als gutes Beispiel voran und gewinnen das Vertrauen Ihrer BesucherInnen.

Alles fängt mit dem Web-Browser an. Als NGO bietet Mozilla Firefox einen Browser, der mit einem Dashboard für Privatsphäre ausgestattet ist. Mozilla hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Datenkapitalismus zu entlarven und aufzuhalten. Das Dashboard im Firefox Browser zeigt Ihnen genau, was hinter den Kulissen passiert und hilft, Social-Media-Tracker, Cross-Site Tracking-Cookies, Cryptominer und andere Tracking Cookies automatisch zu blocken. Selbst Browserdaten löschen und inkognito surfen nützt hier wenig. Mozilla hat mithilfe des selbstgebauten Tools herausgefunden, dass 81 Prozent des Web-Traffics von Google getrackt wird. 62 Prozent der Tausend beliebtesten Seiten verwenden einen Facebook-Tacker. Hinzu kommen zahlreiche weitere Drittanbieter, die Daten sammeln. Der Firefox Browser bietet verschiedene Möglichkeiten der Einstellungen in einem benutzerdefinierten Modus für strengeres oder weniger strenges Blocken, sodass Websites weiterhin funktionsfähig bleiben. Ebenso das stark kritisierte Next-Level-Tracking „Fingerprinting“ wird vom Firefox Browser standardmäßig geblockt.

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des Web-Traffics wird von Google getrackt

Bildquelle Header: alessandro vallainc – unsplash

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B2B SALES & PARTNERSHIP MANAGER

Jörg ist unserer Datenschutzexperte mit über 10 Jahren Datenschutzberatung. Weitere Informationen zu Jörg ter Beek finden Sie auf seinem XING-Profil oder LinkedIn-Profil.

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An dieser Stelle haben wir eigentlich ein sehr komfortables Typeform-Element für Sie platziert; Typeform ist ein Anbieter für Formulare mit Sitz in Barcelona, Spanien. So weit so datenschutzkonform; leider nutzen die freundlichen Typeformer ein zusätzliches Tracking-Steuer-Element, das wir ohne Ihre Erlaubnis nicht einsetzen möchten: Segment. Wenn Sie das nicht weiter stört, können Sie mit Klick auf “Zustimmen” zu besagtem Formular gelangen. Andernfalls können Sie sich natürlich auch gerne über unsere Kontaktseite mit uns in Verbindung setzen.

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