MailerLite
- Sitz: Vilnius, Litauen
- Kategorie: Newsletter
- Rechtsgrundlage: Einwilligungspflichtig
Was ist MailerLite?
MailerLite ist eine E-Mail-Marketing-Plattform, die Unternehmen ermöglicht, Newsletter, E-Mail-Kampagnen und Automatisierungen zu erstellen und zu versenden. MailerLite richtet sich sowohl an kleine als auch große Unternehmen und bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, mit der Nutzer ohne technische Vorkenntnisse professionell gestaltete E-Mails versenden können.
Die Plattform bietet eine Vielzahl von Funktionen, darunter:
- E-Mail-Kampagnenerstellung: Mithilfe eines Drag-and-Drop-Editors können Nutzer ansprechende E-Mails und Newsletter erstellen.
- Automatisierungen: MailerLite ermöglicht die Automatisierung von E-Mails basierend auf Nutzerverhalten oder festgelegten Regeln, z. B. Willkommens-E-Mails oder Erinnerungen an verlassene Warenkörbe.
- Zielgruppensegmentierung: Nutzer können ihre Empfänger in verschiedene Segmente aufteilen und gezielte Kampagnen erstellen.
- Landing Pages und Pop-ups: MailerLite bietet integrierte Tools zur Erstellung von Landing Pages und Pop-up-Formularen zur Lead-Generierung.
- Berichtserstellung: Detaillierte Berichte und Analysen zu Öffnungsraten, Klickraten und anderen Metriken, um den Erfolg von E-Mail-Kampagnen zu messen.
Warum wird MailerLite verwendet?
MailerLite wird verwendet, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre E-Mail-Marketing-Strategien zu optimieren. Zu den wichtigsten Gründen für die Nutzung von MailerLite gehören:
- Benutzerfreundlichkeit: Der einfache Drag-and-Drop-Editor ermöglicht es Nutzern, ohne Programmierkenntnisse ansprechende Newsletter zu erstellen.
- Effiziente Kommunikation mit Kunden: Unternehmen können gezielte E-Mail-Kampagnen erstellen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu bleiben, z. B. um sie über neue Produkte, Dienstleistungen oder Angebote zu informieren.
- Automatisierung von Marketingprozessen: Durch die Automatisierungsfunktionen können wiederkehrende Aufgaben wie Willkommens-E-Mails oder Follow-up-Nachrichten automatisiert werden, was Zeit und Ressourcen spart.
- Erhöhung der Conversion-Rate: Durch gezielte, personalisierte E-Mails und die Verwendung von Daten zur Segmentierung der Zielgruppe können Unternehmen die Conversion-Raten erhöhen.
Welche Daten werden verarbeitet?
MailerLite verarbeitet verschiedene personenbezogene Daten, die erforderlich sind, um E-Mail-Marketing-Kampagnen durchzuführen. Diese Daten umfassen:
- Kontaktdaten (Abonnenten):
- Name, E-Mail-Adresse und andere personenbezogene Informationen, die von den Nutzern bereitgestellt werden.
- Segmentierungsdaten: Informationen zu den Vorlieben, Interessen oder Verhaltensdaten der Abonnenten, um gezielte E-Mails zu versenden.
- Nutzungsdaten:
- Öffnungsraten, Klickraten, Bounceraten und Abmelderaten werden gesammelt, um den Erfolg von E-Mail-Kampagnen zu analysieren und zu optimieren.
- Klickverhalten der Empfänger, um festzustellen, welche Links in den E-Mails angeklickt wurden.
- Technische Daten:
- IP-Adressen, Geräteinformationen (Browsertyp, Betriebssystem) und Standortdaten (basierend auf der IP-Adresse) werden verarbeitet, um die Interaktionen der Nutzer besser zu verstehen.
- Cookies und Tracking-Technologien:
- MailerLite verwendet Cookies und Tracking-Technologien, um das Verhalten der Nutzer auf Landing Pages oder Formularen zu verfolgen.
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Rechtliche Grundlage für die Verarbeitung
Die Grundlage für die Verarbeitung der Daten ergibt sich aus der DSGVO in Kombination mit dem TDDDG, wobei die DSGVO vorrangig ist, sollte es mal zu Kollisionen kommen.
Die DSGVO regelt die Verarbeitung der personenbezogenen Daten und das TDDDG fokussiert sich auf den Zugriff auf das Endgerät, also z.B. den Einsatz von Cookies.
Wann besteht eine Einwilligungspflicht?
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur dann rechtmäßig, wenn mindestens eine der Rechtsgrundlagen (a, b, c, d, e, oder f) des Art. 6 Abs. 1 DSGVO erfüllt ist. Die beiden wichtigen lit. sind die folgenden:
- Die betroffene Person hat ihre Einwilligung erteilt (lit. a)
- Die Verarbeitung ist zur Wahrung deines berechtigten Interesses erforderlich (lit. f)
Gem. Art. 25 Abs. 1 TDDDG ist dann eine Einwilligung erforderlich, sobald Cookies gesetzt werden, die technisch nicht unbedingt notwendig sind.
Dabei sollte man wissen, dass damit nicht nur die bekannten, auf dem Endgerät der Nutzer platzierten Cookies gemeint sind, sondern auch sogenannte Zählpixel, die es unter anderem ermöglichen, den Useragent oder das Gerät der Nutzer zu verknüpfen oder herzuleiten.
Einwilligungspflichtig sind also alle Informationselemente, die die Identifizierung einer Person ermöglichen.
Die Anforderungen an die Einwilligungsfreiheit
Um einen einwilligungsfreien Einsatz zu gewährleisten, müssten folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Sofern eine Datenweitergabe an Dritte stattfindet:
- Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV) mit dem Auftragsverarbeiter (AV), sollten Daten von diesem an Dritte weitergegeben werden.
- Der Auftragsverarbeiter nutzt die gewonnen Daten nicht für eigene Zwecke.
- er Auftragsverarbeiter verknüpft die Daten nicht über verschiedene Websites oder reichert sie an.
- Kein Einsatz von Cookies oder ähnlichen Techniken, die nicht unbedingt erforderlich sind.
- Verarbeitung von personenbezogenen Daten ausschließlich in Europa oder in Ländern, für die ein Angemessenheitsbeschluss gemäß Artikel 45 DSGVO gilt.
- Möglichkeit des Opt-outs bzw. Widerrufs sowie ausführliche Informationen über die Erhebung personenbezogener Daten in der Datenschutzerklärung.
- IP-Anonymisierung („Privacy by Default)
- Automatisches Opt-out bei Do-Not-Track-Einstellungen im Browser.
- Durchführung einer Interessensabwägung: Das berechtigte Interesse des Websitebetreibers muss die schützenswerten Interessen des Nutzers überwiegen.
- Nachweis der erfolgten Punkte 1-7 durch den Website-Betreiber
Beachte, dass die IP-Adresse generell ein personenbezogenes Datum darstellt. Falls du verhindern willst, dass personenbezogene Daten übermittelt werden, musst du immer dafür sorgen, dass die IP-Adresse verschleiert wird.
Solange nicht klar ist, ob/dass Daten von einem sicheren Server-Standort aus erhoben werden, ist die Vereinbarkeit mit der DSGVO schwierig.
Bei amerikanischen Unternehmen und deren Töchter ist es zusätzlich wichtig den Fakt zu berücksichtigen, dass Daten die von Töchtern erhoben werden, auch in die USA weitergeleitet und dort verarbeitet werden. Amerikanische Unternehmen sind seit dem EuGH Urteil zum Privacy Shield einem unsicheren Drittland zugehörig. Sollten die Unternehmen dem derzeitigen Data Privacy Framework (DPF) zugehörig sein, heißt auch das nicht, dass jeder der vom Unternehmen zugehöriger Service unbedenklich zu nutzen ist. Erst recht nicht ohne die Zustimmung der Nutzer.
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Zertifizierung durch das Data Privacy Framework (DPF)
MailerLite Inc., der amerikanische Ableger der litauischen Muttergesellschaft, ist Teil des EU-U.S. Data Privacy Frameworks (ehemals Privacy Shield) und hat sich für den sicheren Datentransfer zwischen der EU und den USA zertifizieren lassen. Dies bedeutet, dass MailerLite Inc. sich verpflichtet, den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten, wenn Daten von der EU in die USA übertragen werden, und dass es die erforderlichen Datenschutzstandards einhält.
Warum ist MailerLite einwilligungspflichtig?
MailerLite verarbeitet personenbezogene Daten von Abonnenten, um E-Mail-Marketing-Kampagnen und Automatisierungen zu ermöglichen. Gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Verarbeitung personenbezogener Daten nur mit der ausdrücklichen Einwilligung der betroffenen Personen zulässig. Zu den Gründen für die Einwilligungspflicht gehören:
- Verarbeitung personenbezogener Daten: Abonnenten müssen der Speicherung und Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten (z. B. E-Mail-Adresse und Name) zustimmen, bevor sie in einen E-Mail-Verteiler aufgenommen werden.
- Tracking und Analyse: MailerLite verwendet Tracking-Technologien, um das Verhalten der Abonnenten zu überwachen, wie das Öffnen von E-Mails oder das Anklicken von Links. Für das Tracking ist eine vorherige Einwilligung der Nutzer gemäß DSGVO erforderlich.
- Nutzerrechte gemäß DSGVO: Abonnenten haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten sowie das Recht, ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass diese Rechte gewahrt bleiben.
- Transparenz: Unternehmen, die MailerLite verwenden, müssen ihre Abonnenten klar und transparent darüber informieren, welche Daten verarbeitet werden und wie diese Daten verwendet werden.
Fazit zur datenschutzkonformen Verwendung von MailerLite
MailerLite bietet eine leistungsstarke und benutzerfreundliche Plattform für E-Mail-Marketing und Automatisierung, die sich sowohl für kleine als auch große Unternehmen eignet. Durch die einfachen Werkzeuge für E-Mail-Erstellung, Automatisierung und Segmentierung können Unternehmen ihre Marketingbemühungen effizienter gestalten und gezielt auf ihre Zielgruppen eingehen.
Die Plattform erfüllt die Anforderungen der DSGVO, insbesondere im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten und die Einwilligungspflicht der Abonnenten. Unternehmen, die MailerLite nutzen, müssen sicherstellen, dass sie die Zustimmung ihrer Abonnenten zur Verarbeitung der Daten einholen und den Datenschutz gewährleisten.
Insgesamt ist MailerLite eine gute Wahl für Unternehmen, die eine kostengünstige und effektive Lösung für ihr E-Mail-Marketing suchen und dabei die datenschutzrechtlichen Vorgaben einhalten möchten.